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#Buchrezension zu „Universum für Neugierige“ von Harald Lesch

Ich bin ja ein Fan von fuxbaumanierlicher Bequemlichkeit. Wenn ich die Chance habe, auch ohne Einschreibung in den Studiengang Astrophysik und ohne mich in einen überfüllten Hörsaal zwängen müssen, in den Genuss von Professor Leschs humorvollen und hoch interessanten Vorträgen zu kommen, dann nehme ich diese auch wahr. Herzlich willkommen zu meiner Buchrezension von „Universum für Neugierige – Vom Urknall bis heute“.

 

Was war gut? Was war schlecht?

 

Inhaltlich gibt es viel zu entdecken: Von der Kulturgeschichte der Elemente (Thales, du alter Fux!) über eine Einführung in die Relativitätstheorie (richtig, E=mc²) bis hin zur Königsklasse der Quantenmechanik (Sheldon lässt grüßen!). Nach dieser Lektüre fühlte ich mich einfach nur herrlich produktiv und inspiriert, weitere naturwissenschaftliche Literatur auf meinen SuB zu packen.

Wie in meinem #Montagsfrage Spezial Artikel bereits angekündigt, will ich dir gern verraten, wieso ich es so passend fand, das Buch während eines Langstreckenfluges zu lesen.

Eigentlich war diese Passung weniger eine Entscheidung als eine glückliche Fügung, ein Wink des Universums selbst quasi, über den ich mich köstlich amüsiert habe.

Cover von Universum für NeugierigeIch hatte Herrn Leschs Titel tatsächlich die ganze Zeit in meinem Reisegepäck und bin irgendwie vor lauter Reisen gar nicht dazu gekommen, ihn endlich zu lesen. Auf dem Heimflug schließlich konnte ich es nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren, das Buch ungelesen mit nach Hause zu bringen.

Je tiefer ich in die Materie und Antimaterie einstieg, umso aufgeregter wurde ich. Das klingt für Menschen, die keine Wissenschaftsfans sind, jetzt vielleicht etwas komisch. Aber als es dann auch noch um dunkle Materie ging, die zwar den Großteil unseres Universums ausmacht, sich aber dennoch ziemlich gut zu verstecken weiß – mein lieber Scholli, ich konnte gar nicht mehr ruhig auf meinem Sitz bleiben!

So entschloss ich mich dazu, den heißen Lesestoff kurz ruhen zu lassen und blickte aus dem Fenster. Draußen war die Nacht fast vorbei und am Horizont ging die Sonne auf. Was ich jetzt schildere klingt kitschig, aber ich versichere dir fux-ehrendlich, dass es wirklich so passiert ist.

Als ich die ersten Sonnenstrahlen am Horizont die Atmosphäre durchbrechen sah (wir befanden uns schließlich auf rund 12.000 Metern Reisehöhe), dachte ich still und völlig verzaubert bei mir „dieses Universum, über das er da schreibt, gibt es wirklich“. Kannst du nachempfinden, was für einen Moment ich da oben in 12 Kilometern Höhe gehabt habe? Ich meine, wenn man nicht gerade Astronaut ist, kommt man als Mensch nicht viel näher ran an dieses große Ungewisse. Gänsehaut pur!

Stilistisch betrachtet gebe ich zu, dass der Titel ein paar Schwachstellen hat. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass das Buch aus den gesprochenen Worten einer Vorlesungsreihe von Herrn Lesch entstanden ist. Das erklärt allerdings nicht, wieso der Lektor da nicht an der einen oder anderen Stelle mehr geglättet hat. Auffällig waren hier vor allem die häufigen Wiederholungen, die ich als Leser allerdings auch gebraucht habe. Schließlich reden wir hier über Astro- und Quantenphysik und nicht über’s Keksebacken. Der inhaltliche Mehrgewinn hat mich allemal für die stilistischen Mankos entschädigt.

 

Also – Rein ins Regal oder raus aus dem Bau?

 

„Universum für Neugierige“ hat es definitiv in mein Regal geschafft und ich habe es allen meinen nerdigen Freunden empfohlen. Ich werde es in ein paar Jahren sicher gern noch einmal lesen und bin schon gespannt, was von dem recht anspruchsvollen Stoff dauerhaft hängen geblieben ist.

 

Jetzt du!

 

Liest du nur Romane oder hat dich auch ein wissenschaftlicher Titel schon einmal hinterm Ofen hervorgelockt? Kannst du dich auch für populistisch aufbereitete Wissenschaftsliteratur erwärmen oder geht das gegen deine Prinzipien? Lass es mich in den Kommentaren wissen und lass auch gern deine Gedanken zu dieser Rezension da!

 

Bis ganz bald im Wald,

Fuxich

 

 

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